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Geschichte

ca. 30.000 vor Chr.
begann die philippinische Geschichtsschreibung und Besiedlung der Philippinen; aus dieser Zeit stammen Steinwerkzeuge und Fossilien ausgestorbener Säugetiere.

ca. 1.500 – 500 vor Chr.
brachten Einwanderer aus Indien und China die ersten Kupfer- und Bronzewerkzeuge ins Land. Man begann mit dem Bau der riesigen Reisterrassen in Banaue, Nord-Luzon. Erste  Handelskontakte mit China. Chinesische Seefahrer gründen Handelsstützpunkte auf den Philippinen.

500 vor Chr. – 1.500 nach Chr.
kulturelle Veränderungen, zum Beispiel mit Pfahlbauten auch Stelzenbauten genannt, das sind Häuser auf Pfählen auf dem Festland, an Flüssen oder am Meer. Siedlungen in Pfahlbauweise lassen sich bis in das Jungsteinzeit zurückverfolgen. Auch heute noch werden Pfahlbauten in Südostasien verwendet.  Ackerbau beginnt mit heimisch eingebrachten Pflanzen, Bäumen – und Viehzucht wird betrieben, wie die  Nutzung des Wasserbüffels.

13. Jahrhundert
Einwanderung aus Borneo. Gründung chinesischer Niederlassungen. Insbesondere die Kaufleute besuchten mit ihren Handelsschiffen die Hauptinsel Luzon und die Inseln der Visayas. Mit Vorliebe tauschten sie chinesische Produkte wie Porzellan gegen Rohwolle und Gold.

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14./15. Jahrhundert
Einfluß des hinduistischen indonesischen Majapahit-Reiches. Teilweise Tributpflicht philippinischer Stammesfürsten an chinesisches Ming-Reich.
Vordringen des Islam von Borneo her. 1380 erreichte der arabische Gelehrte Karim al-Makdum die Sulu-Inseln im Süden der Philippinen und begann mit der Verbreitung des Islam. Eine machtvolle islamische Ausbreitung wurde jedoch erst ab 1475 durch Sharif Mohammed Kabungsuwan, einem Moslemführer, erzielt.

16. – 19. Jahrhundert
16. März 1521 Ferdinand Magellan, ein portugiesischer Seefahrer im Dienste Spaniens, nimmt mit seiner Mannschaft über die Südspitze Südamerikas kommend, die philippinischen Inseln für die spanische Krone in Besitz. Auf der Insel Cebu errichtet er ein Kreuz und machte spanische Besitzansprüche für das ganze Land geltend. Der Widerstand gegen die Fremdherrschaft begann sofort und resultierte in der Ermordung Magellans noch im gleichen Jahr, als dieser versuchte, den Häuptling Lapu-Lapu zur Anerkennung der spanischen Machtansprüche zu zwingen.

1543 – nur 40 Jahre später –  schickte die spanische Krone Miguel Lopez de Legaspi von Mexiko aus mit einer Flotte, um die Philippinen zu unterwerfen und den spanischen Herrschaftsanspruch durchzusetzen. Nach König Philipp II von Spanien erhielt das Land den Namen „Las Islas Felipinas“.

Doch erst ab 1565, mit der Besitznahme der Visayas durch Miguel Lopez de Legazpi beginnt die 333 Jahre dauernde spanische Kolonialherrschaft. 1571 wurde Manila erobert. Ein Jahr später stand fast das ganze Land unter spanischer Herrschaft, ausgenommen die streng islamischen Sulu-Inseln und Mindanao. Katholische Orden der Augustiner, Franziskaner, Dominikaner und Jesuiten missionieren die Bevölkerung. Diese übten eine enorme Macht und grausame Unterdrückung aus, was später stark kritisiert wurde. Die große Machtfülle der Orden entstand aus ihrer „Doppelfunktion als Seelsorger und Vertreter der Interessen der spanischen Macht in der Provinz“, sowie der Kontrolle des Unterrichtssystems, d.h., aus Zivilisierung und begrenzter Bildung der einheimischen Bevölkerung. Kirchen wurden gebaut und die verstärkte Verbreitung des Katholizismus begann. Verbesserte Infrastruktur sorgte im Laufe der Jahre für einen verstärkten Austausch der Bevölkerung untereinander.
Geschichte

Versuche der  Niederländer, Portugiesen und Chinesen auf den Philippinen Fuß zu fassen, konnten bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreich von den Spaniern abgewehrt werden, bis auf ein britisches Intermezzo während des Siebenjährigen Krieges (1756–1763), wo Manila 1762  kurzzeitig erobert wurde, aber aufgrund des Friedensvertrages von Paris 1763 erneut den Spaniern überlassen werden musste.

1821 wird Mexiko, von wo aus die philippinischen Inseln bis dahin verwaltet wurden, unabhängig. Die Philippinen werden nunmehr Madrid direkt unterstellt.

Nach der Öffnung des Suezkanals 1869 verließen viele junge Filipinos ihr Land, um in Spanien und anderen europäischen Ländern zu studieren. Neue Ideen und  Freiheitsdenken wurden von ihnen an die Landsleute weitergegeben.

Geschichte

1872 kam es in Cavite zum Aufstand von philippinischen Soldaten gegen ihre spanischen Vorgesetzten, der jedoch niedergeschlagen wurde, setzte aber erste Zeichen für das ernsthafte Streben nach Freiheit und Unabhängigkeit. Vornehmlich die kritischen Schriften und Gedichte von Dr. Jose Rizal verstärkten den Wunsch vieler Filipinos nach Freiheit und Unabhängigkeit.

Als Dr. Jose Rizal 1892 nach seiner Rückkehr aus Übersee die Reformbewegung „Liga Filipina“ -  die sich vor allem gegen die Macht des katholischen Klerus richtete – ins Leben gerufen hatte, wurde er als revolutionärer Agitator nach Mindanao verbannt. Sein Freund, Andres Bonifacio, gründete daraufhin den Geheimbund Katipunan, mit dem Ziel, die Befreiung von den Spaniern und eine Landreform zu erreichen.

1896 brach der bewaffnete Unabhängigkeitskampf und die Verfolgung der Anhänger aus, zuerst in Manila, später im ganzen Land. Am 30. Dezember 1896 wurde Jose Rizal, obwohl daran nicht beteiligt, auf Drängen spanischer Autoritäten nach einer absurden Gerichtsverhandlung hingerichtet – erschossen. Die letzten Wochen vor seinem Tod verbrachte er in einer Zelle des Fort Santiago in Manila. Emilio Aguinaldo löste Andres Bonifacio als Führer der Revolution ab und setzte sich 1897 nach dem Scheitern des Aufstandes nach Hongkong ab.

Es folgte der Spanisch-Amerikanische Krieg vom 25. April bis 12. August 1898 und ging als Splendid Little War in die amerikanische Geschichte ein. Er endete mit der Besetzung Kubas, Puerto Ricos, Guams und der Philippinen durch die USA und für Spanien mit dem Verlust seiner letzten bedeutsamen Kolonien.

Die USA  besiegte am 1. Mai 1898 das veraltete spanische Geschwader in der Schlacht in der Bucht von Manila und Spanien kapitulierte; US-Soldaten nehmen Manila ein. Die Filipinos kämpften an der Seite der Amerikaner.

Aguinaldo aus dem Exil zurückgekehrt, ruft am 12. Juni die Unabhängigkeit der Philippinen aus. Die Amerikaner verweigern diese und es folgte der philippinisch-amerikanische Krieg.

1899 – 1902
im philippinisch-amerikanischen Krieg versuchte die Unabhängigkeitsbewegung unter Emilio Aguinaldo erfolglos die Unabhängigkeit gegen die neue Kolonialmacht der Vereinigten Staaten zu erreichen. Der Konflikt war eine direkte Folge des von den USA  gewonnenen spanisch-amerikanischen Krieges, bei der die Unabhängigkeitsbewegung die USA gegen Spanien unterstützt hatte. Den amerikanischen Truppen gelang in einer Reihe von Feldzügen die Unterwerfung der meisten Inseln des philippinischen Archipels und die Errichtung einer Kolonialherrschaft, welche bis zur japanischen Besetzung der Inseln im Zweiten Weltkrieg andauerte. Etwa 1 Million Filipinos  kamen aufgrund des Krieges ums Leben.

Nach der langjährigen spanischen Kolonialherrschaft folgte für das philippinische Volk nunmehr die fast 50jährige Abhängigkeit von den Amerikanern. Sie waren jetzt die neuen Herrscher, die für 20 Millionen Dollar – laut Pariser Friedensvertrag – das spanische Erbe übernahmen.

Geschichte
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20. Jahrhundert

1901 – nach brutalem Vorgehen gegen die Katipunan-Guerilla reformieren die Amerikaner das Schulwesen, entwickeln die Infrastruktur und stärken die Wirtschaft des Landes. Allmählich erhalten die Filipinos politische Selbstverwaltung auf regionaler Ebene.

1935 erkennt Präsident Roosevelt die neue philippinische Verfassung an. Manuel L. Quezon wird zum ersten Präsidenten des philippinischen Commonwealth gewählt.

1941
Am 7. Dezember 1941 heimtückischer  Überfall der japanischen Marineluftstreitkräfte auf die vor Anker liegende Pazifikflotte in Pearl Harbor auf Hawaii der USA.

1942 – 1944
Die kriegerischen Angriffe der japanischen Truppen auf Pearl Harbor in Hawaii wurden nur einen Monat später, im Januar 1942 auf den Philippinen fortgesetzt und am 2. Januar wird Manila auf Luzon von den Japanern erobert. Während der japanischen Besatzung 1942 – 1944  wurden in einem Massaker hunderte von Frauen, Kindern und Männern von den Japanern auf äußerst brutale Art und Weise getötet.

1944 landet US-General Douglas MacArthur mit Invasionstruppen auf Leyte und erobert die Philippinen zurück. Die Amerikaner wurden von den Filipinos mit offenen Armen empfangen.

1946
Am 4. Juli 1946 entläßt die USA die Philippinen offiziell in die Unabhängigkeit. Manuel Roxas wurde der erste Präsident der Republik.

1965 – 1986 regierte Ferdinand E. Marcos als zehnter Präsident die Philippinen. Ab 1972 führte er das Land diktatorisch und ließ 70.000 Menschen verhaften. 1983 wurde der aus dem Exil in den USA zurückgekehrte Oppositionsführer Benigno Aquino auf dem Flughafen in Manila ermordet.

1986
Im Februar 1986 kandidierte bei den Präsidentschaftswahlen neben Marcos – Aquinos Witwe Corazon – genannt Cory – und gewinnt die Mehrzahl der Stimmen. Kirche und Opposition stehen hinter ihr. Als Marcos sich trotzdem zum Wahlsieger erklärt, drängt die friedliche „People`s Power-Bewegung – auch bekannt als EDSA-Revolution – den Diktator Marcos zum Verlassen des Landes. Er flüchtet nach Hawaii und stirbt dort 1989. Durch die Vertreibung des Diktators wurde Corazon Aquino zur Volksheldin und zum internationalen Idol.

1987 erläßt die neue Präsidentin Corazon Aquinos eine neue demokratische Verfassung. Muslimische und kommunistische Rebellen setzen ihren Kampf gegen die Regierung fort.

1991 richtet der Ausbruch des Vulkans Pinatubo auf Luzon schwerste Verwüstungen an. Betroffen sind auch die letzten beiden Militärstützpunkte der USA, Clark Air Base and Subic Bay.

1992 wird Fidel Ramos als Präsident vereidigt und regiert das Land bis 1998. Nachdem der philippinische Senat den Militärpachtvertrag nicht verlängert, verlassen die letzten GIs die US-Stützpunkte auf Luzon.

Geschichte

1998 wird Joseph Estrada – genannt „Erap“ – neuer Präsident. Wegen Diebstahls von Staatsgeldern in großem Umfang und Korruption wurde bald ein Amtsenthebungsverfahren gegen Estrada erwirkt und er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, aber später begnadigt.

21. Jahrhundert

2001 – 2010
war Macapagal-Arroyo Präsidentin der Philippinen. Bereits ihr Vater, Diosdado Macapagal war von 1961 bis 1965 der neunte Präsident der Philippinen.

Sie studierte zwei Jahre an der Georgetown Univerity in Washington, D.C. und führte ihr Studium dann auf den Philippinen fort, wo sie ihr Master’s Degree in Wirtschaftswissenschaften an der Ateneo de Manila University und ihren Doktor in Wirtschaftswissenschaften an der University of the Philippines machte. 1968 heiratete sie Jose Miguel Arroyo, mit dem sie drei Kinder hat.

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2010
Seit Juni 2010 ist Benigno Simeon „Noynoy“ Cojuangco Aquino III. Präsident der Philippinen. Benigno Aquino III. ist neben vier Töchtern der einzige Sohn der ehemaligen Präsidentin Corazon Aquino  und des ermordeten vormaligen Senators Benigno Aquino.

Noynoy Aquino studierte an der Ateneo de Manila University Wirtschaftswissenschaften und schloss die Ausbildung 1981 mit dem Hochschulabschluss Bachelor of Art ab. Danach lebte er zunächst mit seiner Familie im US-amerikanischen Boston im Exil. Nach der Ermordung seines Vaters im August 1983 kehrte er auf die Philippinen zurück.

Entscheidend für seinen Erfolg bei den Präsidentschaftswahlen dürfte dabei gewesen sein, dass er in seiner bisherigen politischen Karriere frei von Korruptionsvorwürfen geblieben ist, vor allem aber seine Herkunft: Aquino ist Sohn des 1983 ermordeten philippinischen Freiheitshelden Benigno „Ninoy“ Aquino und dessen Ehefrau Corazon „Cory“ Aquino, der ersten demokratisch gewählten Präsidentin der Nach-Marcoszeit.

Seit einiger Zeit erleben die Philippinen eine sehr positive wirtschaftliche Entwicklung. Die Landwirtschaft produziert vor allem Reis, Mais, Kokosnüsse, Zuckerrohr, Bananen, Ananas, Tabak und neuerdings auch Schnittblumen sowie Orchideen. Immer wichtiger werden die Forstwirtschaft und die Hochsee-, Küsten- und Binnenfischerei. Die Bodenschätze der Inseln sind vielversprechend. Bereits jetzt werden Kupfer und Nickel, Chrom und Eisenerz, Gold und Silber abgebaut. Von lokaler Bedeutung sind Eisenerz, Kohle, Gips, Schwefel, Quecksilber, Asbest, Marmor und Salz. Die wichtigsten Branchen für die Industrie sind die Bearbeitung von Nahrungsmitteln, Textilien und Lederwaren, ferner die Holzverarbeitung, Stahlherstellung, Schiffsbau sowie Tourismus und neuerdings auch die Elektrotechnik.

von Ursula Jasef / Kontakt: jasef@dns2world.asia